Worte lassen sich nicht zwingen
nur sanft in richt’ge Formen bringen
Worte sind des Dichters Brot
d’rum bringt er sie ins rechte Lot.
Und so wird Wort um Wort gerungen
bis das Gedicht ist wohlgelungen
und hat der Dichter das geschafft
erfreut es seine Leserschaft!
Willkommen und schön, dass Du da bist. Schau Dich um und teile meine Gedanken.
Ostern
Auf grüner Wiese locken
sattgelbe Osterglocken.
Ein Hase hoppelt übers Feld,
ganz idyllisch erscheint die Welt.
Ein Kind sucht eifrig nach Eiern,
weil wir ja Ostern feiern.
Ostern, das weiß jeder Christ,
Jesus auferstanden ist.
So feiern die einen ein christliches Fest,
über freie Tage freut sich der Rest.
Friede und Freude soll‘n überwiegen,
während woanders die Bomben fliegen.
So fließt für Gott noch heute Blut,
ich frag‘ mich im Ernst, findest der das gut?
sattgelbe Osterglocken.
Ein Hase hoppelt übers Feld,
ganz idyllisch erscheint die Welt.
Ein Kind sucht eifrig nach Eiern,
weil wir ja Ostern feiern.
Ostern, das weiß jeder Christ,
Jesus auferstanden ist.
So feiern die einen ein christliches Fest,
über freie Tage freut sich der Rest.
Friede und Freude soll‘n überwiegen,
während woanders die Bomben fliegen.
So fließt für Gott noch heute Blut,
ich frag‘ mich im Ernst, findest der das gut?
im Frühling

zart und leise
sanft und weise
kam ein Frühlingsduft daher
sehnte und hoffte
hüpfte und klopfte
das Herz wollte noch mehr
warm und herzlich
kalt und schmerzlich
rangen Gefühle in der Brust
wild und wollend
laut und grollend
schlug das Herz vor Lust
tief und innig
stark und sinnig
die Liebe sich dann fand
treu und echt
gut und recht
berührt durch deine Hand
Das Traumschaf

Neulich konnte ich nicht einschlafen. Also fing ich an, Schafe zu zählen. Tier für Tier sprang über einen kleinen Zaun. „166, 167“, zählte ich. Da plötzlich blieb ein kleines Schaf stehen und sah mich an. „Mäh“, sagte es und sprang aus meiner Gedankenblase geradewegs in mein Bett.
Da war ich schon erstaunt, erstrecht als das Schaf in wohlgesetzten Worten anfing, mit mir über Schopenhauer zu diskutieren. Nach Schopenhauer schüfen wir unsere Welt selbst und wenn ich nun entschiede, dass ein kleines Schaf mit mir über Schopenhauer diskutiere, so wäre das wohl sicher die Realität. Dann fragte es höflich, welche von meinen Zimmerpflanzen es nun fressen könne, es hätte Hunger.
Etwas verlegen, bot ich dem Schaf einen Salatkopf an, denn ich hänge an meinen Zimmerpflanzen. Damit war es dann zufrieden. Es machte es sich in meinem Bett gemütlich und wir plauderten eine Weile. Ich war schon erstaunt, wie gebildet so ein Schaf sein kann. Es wusste ganz herrliche Mondschafgedichte und Goethes Faust hatte es auch gelesen. Ich fragte das Schaf, wo es zur Schule gegangen sei, aber es versicherte mir, Schafe gingen nicht zur Schule, jedenfalls nicht im menschlichen Sinne.
Da fragte ich mich schon, woher so ein kleines Schaf so viel Bildung hatte. Nun, sagte das Schaf, es sei gewissermaßen Einbildung. Ich schüfe es schließlich, das Schaf, und wenn ich es wolle, hätte es auch Bildung. Das leuchtete mir ein. Dann kam ich auf die Idee mir einzubilden, das kleine Schaf wäre ein hervorragender Sternekoch. „Kein Problem“, sagte das Schaf und verschwand in der Küche, um dort ein Dreigänge-Menü zu zaubern.
Während es den Tisch deckte, entschuldigte sich das Schaf bei mir, es habe nicht viel Ressourcen in der Küche gefunden, was mich veranlasste, mir vorzunehmen dafür zu sorgen, dass immer ausreichend eingekauft sei. Voller Freude setzte ich mich an den liebevoll gedeckten Tisch.
Und gerade, als ich das leckere Schafsessen probieren wollte … schellte mein Wecker und fort war das Schaf und leider auch das Essen.
Die Realität kann so grausam sein. Was wohl Schopenhauer dazu gesagt hätte?
Abgedruckt in "der Freitag", Rubrik "Alltag", Seite 27, vom 21. Juli 2011
Die andere Seite
Wo gehen wir hin, wo kommen wir her? Fragen, die wir uns unser ganzes Leben stellen und auf die wir doch nie eine Antwort finden werden. Auf der einen Seite wird ein kleiner Mensch geboren und unschuldig in dieses Leben fallen und auf der anderen Seite ist ein Leben verloschen, einsam traurig und hoffnungslos.
So bin ich gefangen zwischen der Freude des kommenden unschuldigen Lebens und der Trauer um das vergangene, gegangene Leben, von dem ich dachte, es hätte nun einen Weg gefunden, endlich zu leben.
Wie soll ich damit umgehen, dem gerecht zu werden? Ein Leben um ein Leben? Nein, das erscheint mir doch zu flach. Wo ist sie hin, die Seele, die unsere Welt verlassen hat und wo kommt sie her, die kleine Seele, die in Kürze das Licht der Welt betreten wird? Kommen sie aus einem Ursprung? Dem Becken der Unendlichkeit, aus dem alle Seelen geboren werden und in das alle Seelen zurückkehren?
Ich weiß es nicht und möchte es doch gerne wissen. Was wird aus mir, wenn es schwarz um mich wird? Ist dann alles zuende? Verfalle ich zu Erde oder Asche und das war es? Wo ist sie, diese Seele, die einmal meine Schwester war? Wacht sie über uns? Amüsiert oder ärgert sie sich über diese Zeilen? Oder ist sie nun in ganz anderen Gefilden, die sich ein Mensch nicht einmal vorstellen kann?
Wir alle sind Kinder des Universums und tragen alle Partikel der "Ursuppe" in uns.
Was ist die Seele des Menschen?
So bin ich gefangen zwischen der Freude des kommenden unschuldigen Lebens und der Trauer um das vergangene, gegangene Leben, von dem ich dachte, es hätte nun einen Weg gefunden, endlich zu leben.
Wie soll ich damit umgehen, dem gerecht zu werden? Ein Leben um ein Leben? Nein, das erscheint mir doch zu flach. Wo ist sie hin, die Seele, die unsere Welt verlassen hat und wo kommt sie her, die kleine Seele, die in Kürze das Licht der Welt betreten wird? Kommen sie aus einem Ursprung? Dem Becken der Unendlichkeit, aus dem alle Seelen geboren werden und in das alle Seelen zurückkehren?
Ich weiß es nicht und möchte es doch gerne wissen. Was wird aus mir, wenn es schwarz um mich wird? Ist dann alles zuende? Verfalle ich zu Erde oder Asche und das war es? Wo ist sie, diese Seele, die einmal meine Schwester war? Wacht sie über uns? Amüsiert oder ärgert sie sich über diese Zeilen? Oder ist sie nun in ganz anderen Gefilden, die sich ein Mensch nicht einmal vorstellen kann?
Wir alle sind Kinder des Universums und tragen alle Partikel der "Ursuppe" in uns.
Was ist die Seele des Menschen?
Des Mondschafs Schuld(en)
Das Mondschaf sprach zum Bankverein,
auch ich will einmal schuldig sein,
doch nur und das möcht' ich betonen,
wenn sich die Dividenden lohnen.
Da kam flugs der Herr Ackermann
und nahm sich unseres Mondschafs an.
Jetzt hat das Mondschaf fünf Millionen.
Da sieht man, schuld sein kann sich lohnen.
auch ich will einmal schuldig sein,
doch nur und das möcht' ich betonen,
wenn sich die Dividenden lohnen.
Da kam flugs der Herr Ackermann
und nahm sich unseres Mondschafs an.
Jetzt hat das Mondschaf fünf Millionen.
Da sieht man, schuld sein kann sich lohnen.
Wortbaustellen
Du mögest zweifeln an meinen Worten,
du mögest zweifeln an meinen Reinem,
und doch sind sie alles für mich.
Formulieren meine Gedanken
und spiegeln meine Seele.
Darum sitze ich und schreibe,
befreie damit mein Herz.
Man möge mir verzeihen,
ich kann nicht anders.
du mögest zweifeln an meinen Reinem,
und doch sind sie alles für mich.
Formulieren meine Gedanken
und spiegeln meine Seele.
Darum sitze ich und schreibe,
befreie damit mein Herz.
Man möge mir verzeihen,
ich kann nicht anders.
Das Mondschaf hinterzieht Steuern
Es riss mich aus dem Schlaf:
Ganz schwarz ist das Mondschaf.
Von ehemals der weißen Weste
gibt es noch nicht mal graue Reste.
Ach hab' ich da geklagt, geweint
Schaf rief: "Hab's nur gut gemeint,
denn da wo meine Steuern schmoren,
ha'm auch Parteien schmutz'ge Ohren!"
Drum Merkelin, hab sorgsam acht,
nicht dass werde tiefe Nacht,
um Spendengeld in fernen Landen.
Was wir schon immer seltsam fanden.
Das Mondschaf aber, auf der Wiese,
sagt lässig, es sei sein' Devise,
zu kriegen, was zu kriegen sei,
das and're sei ihm einerlei.
Da schweigt des Reimers Höflichkeit
und fragt sich, wer da merkbefreit
in diesem uns'rem schönen Land
arbeitet wohl so Hand in Hand.
Ganz schwarz ist das Mondschaf.
Von ehemals der weißen Weste
gibt es noch nicht mal graue Reste.
Ach hab' ich da geklagt, geweint
Schaf rief: "Hab's nur gut gemeint,
denn da wo meine Steuern schmoren,
ha'm auch Parteien schmutz'ge Ohren!"
Drum Merkelin, hab sorgsam acht,
nicht dass werde tiefe Nacht,
um Spendengeld in fernen Landen.
Was wir schon immer seltsam fanden.
Das Mondschaf aber, auf der Wiese,
sagt lässig, es sei sein' Devise,
zu kriegen, was zu kriegen sei,
das and're sei ihm einerlei.
Da schweigt des Reimers Höflichkeit
und fragt sich, wer da merkbefreit
in diesem uns'rem schönen Land
arbeitet wohl so Hand in Hand.
Des Schafes Mondfahrt
"Zum Mond, zum Mond!"
rief das Schaf,
bevor es die Raket' anwarf
und dann flog es in hohem Bogen
und nein, das ist jetzt nicht gelogen,
direkt zu uns'rem Erdtrabanten,
besuchte dort seine Verwandten.
Doch war es kalt und dunkel dort,
da machte es sich wieder fort,
zurück zur Erd' auf grüne Wiesen,
zur Straf' muss es jetzt ständig niesen.
Und die Moral von der Geschicht:
Verlasse brav den Boden nicht,
für den Du einst geschaffen.
Das wissen selbst die Affen,
die Mäuse und die Ziegen,
ein Schaf taugt nicht zum Fliegen.
rief das Schaf,
bevor es die Raket' anwarf
und dann flog es in hohem Bogen
und nein, das ist jetzt nicht gelogen,
direkt zu uns'rem Erdtrabanten,
besuchte dort seine Verwandten.
Doch war es kalt und dunkel dort,
da machte es sich wieder fort,
zurück zur Erd' auf grüne Wiesen,
zur Straf' muss es jetzt ständig niesen.
Und die Moral von der Geschicht:
Verlasse brav den Boden nicht,
für den Du einst geschaffen.
Das wissen selbst die Affen,
die Mäuse und die Ziegen,
ein Schaf taugt nicht zum Fliegen.
Eine Weihnachtsgeschichte
Es war bitterkalt in dieser beginnenden Heiligen Nacht. Der Schnee rieselte vom Himmel und in allen Fenstern sah man strahlenden Glanz und Kerzenschein. Müde stapfte Anne durch den Schnee, der unter ihren Füßen knirschte. Sie hatte eine weite Reise hinter sich gebracht, etliche Stunden auf Flughäfen gewartet, weil die Flüge wegen des Wetters Verspätung hatten. Dann war kein Taxi zu bekommen. Auch Taxifahrer wollen mit ihren Familien Weihnachten feiern. So hatte sie sich also zu Fuß aufgemacht. Sie fror, das Land aus dem sie kam, war so viel wärmer gewesen. Der Rucksack schnitt in ihre Schultern, aber sie klagte nicht, sie war voller Vorfreude. Endlich stand sie vor dem ihr vertrauten Haus. Sie wunderte sich ein wenig weil alles so dunkel war.
Mühsam nestelte Anne den Schlüssel aus der Tasche und betrat ein kaltes, stilles Haus. Sie bekam es mit der Angst, eilte zu den Nachbarn und schellte aufgeregt an der Tür. Recht schnell wurde ihr von einer jungen Frau mit einem Baby auf dem Arm geöffnet. „Anne“, rief diese, „wir haben uns alle schon Sorgen um Dich gemacht!“ „Ja, ja“ murmelte Anne, „Flüge Verspätung und Akku leer, aber wo ist Mutter?“ Aus dem Hintergrund erschien nun eine ältere Dame. Sie hatte den Autoschlüssel schon in der Hand. „Komm, Anne“, sagte sie, „wir fahren zu ihr. Keine Sorge, es ist nicht so schlimm, aber Du weißt ja, ihr Herz und wir konnten Dich nicht erreichen.“ Anne wurde es trotzdem Angst und Bange. Sie stiegen ins Auto und sehr vorsichtig lenkte die ältere Dame den Wagen durch den Schnee.
Schließlich blieben sie vor dem Krankenhaus stehen. „Komm“, sagte die Nachbarin. Zielsicher ging sie durch die Lobby zum Aufzug und drückte einen Knopf mit der Aufschrift „Innere“. Dann klopfte sie an eine Zimmertür. Sie schickte Anne hinein: „Ich warte hier auf Dich“. Und in das Zimmer rief sie leise: „Martha, ich habe sie Dir gebracht. Jetzt kann es auch für Dich noch Weihnachten werden.“
Dann schloss sie die Tür und nahm auf einem Sessel im Gang Platz, während sich drinnen im Zimmer Mutter und Tochter in dem Armen lagen. Nach einer Weile klopfte es leise an der Tür. Herein kamen in Prozession ein junger Mann, der Nachbar, mit einem kleinen geschmückten Weihnachtsbaum in den Händen, die junge Frau, die noch immer das Baby trug und die Zwillinge, wilde Buben, die im Sommer so manchen Strauß mit Annes Mutter gefochten hatten, aber nun ganz brav einen großen Korb trugen. Und dann natürlich die ältere Dame, deren Oma, die Anne hergefahren hatte.
Und ehe es sich Anne und ihre Mutter versahen, war eine bescheidene Weihnachtstafel im Krankenzimmer gedeckt. Wie jeden Heiligen Abend gab es Kartoffelsalat und Würstchen, Tradition in dieser Gegend. Und obwohl die Würstchen, trotz Thermobehälter, ein wenig kalt waren, erschien es Anne und ihrer Mutter, als hätten sie nie etwas Besseres gegessen. Auch Kerzen waren nicht vergessen worden.. Und die ungestümen Jungs hatten tatsächlich extra ein kleines Weihnachtsgedicht für die kranke Nachbarin geschrieben, um sie zu trösten. Annes Mutter war ganz gerührt und nahm sich vor, im kommenden Sommer ein wenig nachsichtiger mit der Rasselbande zu sein.
Und so kam es, dass diese Heilige Nacht, die so unglücklich begann, zu einer der Schönsten wurde, an die sich auch die beiden Jungs noch lange Jahre erinnern sollten. Anne und ihrer Mutter jedoch waren gleich zwei wunderbare Geschenke gemacht worden, die mit keinem Geld der Welt zu bezahlen sind: sich wohlbehalten in den Armen zu halten und die Herzenswärme dieser Nachbarsfamilie zu erleben.
In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine friedliche Weihnachtszeit und einen schwungvollen Rutsch nach 2010. Möge uns allen, nicht nur zu Weihnachten, das Geschenk der Herzenswärme widerfahren.
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