Szenen des Karnevals oder auch Banker-Fasching

Betrete gestern Morgen gegen 10.00 Uhr die hiesige Sparkassenfiliale. Ein intensives Gespräch mit dem nimmermüden mechanischen Angestellten steht mir bevor. Alles frei, also ran. Nachdem ich virtuos das Tastenfeld gequält, die Karte dem Schlitz entrissen und das Geld aus dieser Mulde genommen habe, die mir ständig die Vorstellung vermittelt, meine Hand könnte darin zusammen mit mir verschwinden, drehe ich mich um.

Eisige Weihnacht

Hab mich verloren in eisigen Weiten,
jeder nur sich, sind schlechte Zeiten.

Grau hasten die Menschen, es bleibt kein Verweilen,
bald ist ja Weihnacht und sie müssen sich eilen.

Dröhnend, tönend der Weihnachtslieder Klang,
stöhnend, schönend, die Wunschliste ist lang..

Kosmischer Dialog

In der Dämmerung, während Sonne und Mond – gleich zwei Fußballteams - die Seiten wechseln, halten Erde und Mond hier und da mal ein Schwätzchen. Sie kennen sich ja nun schon sehr lange und noch immer fühlen sie sich zueinander hingezogen und wollen dennoch nie zusammen kommen.

Die Erde hat seit ein paar Jahrtausenden ein Problem, gewissermaßen einen juckenden Hautausschlag, der sich zunehmend ausbreitet und der empfindlichen Oberfläche der Erde mittlerweile ein großes Problem, ja sogar Schmerzen bereitet..

Kurze Begegnung im Altweibersommer

Ich habe es mal wieder eilig. Schnell noch etwas zum Mittagessen besorgen. Der Aufzug wird heldenhaft ignoriert und flugs die Treppe okkupiert. Im Erdgeschoß kommt mir eine alte Dame entgegen. Sie zittert leicht. Ich halte ihr die Tür auf..

Skurrile Suche…

Stellen Sie sich vor, Sie fahren zu einem weit entfernten Flughafen, um von dort in den Urlaub zu fliegen. Natürlich möchten Sie auf die teuren Flughafengebühren verzichten, also parken Sie mithilfe Ihres Navis in der Nähe in einem Wohngebiet und fahren anschließend mit dem Taxi zum Flieger. Soweit nichts Besonderes. Alltägliche Praxis.

Loriot – ein Jahrhundert-Humorist ist tot

Mit 87 Jahren verstarb gestern in Ammerland am Starnberger See Vicco von Bülow alias Loriot – wie man der Presse entnehmen konnte - an Altersschwäche. Was hat uns dieser Mann an Sketchen, Filmen und Redewendungen hinterlassen!

Erinnert sei an seine legendären Knollennasen-Figuren:
Herren im Bad

An Wum und Wendelin („Thoelke!“):
Wum & Wendelin

Und nicht zuletzt die unendlich vielen Sketche mit der genialen Evelin Haman:
Die Nudel

mehr meer

mehr meer spricht der herr
und sputet sich sehr
springt in die kühlen fluten
verwegen könnt‘ man vermuten

mehr meer jauchzt das kind
und wirft sich geschwind
dort in die nächste welle
freunde sind gleich zur stelle

Tristan - unvergessen

Tristan Brübach wäre jetzt 26 Jahre alt und würde vielleicht heute einen Beruf ausüben, eine Frau oder Freundin an seiner Seite wissen oder vielleicht auch schon eine kleine Familie gegründet haben. Außerhalb seines Umfeldes würde ihn wahrscheinlich niemand kennen. Und das wäre gut so.

In der Realität jedoch ist sein Name immer wieder in allen Medien und auch das ist gut so. Denn Tristan durfte nur 13 Jahre alt werden. Und erlangte traurige Berühmtheit dadurch, dass er so brutal und schrecklich ermordet wurde, wie es bis dato gegenüber einem Kind keinen vergleichbaren Fall gegeben hatte:  www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,487490,00.html

Eine Gute-Nacht-Geschichte – Teil 1

Guten Abend lieber Leser, schön dass Du Dir Zeit für mich nimmst. Ich möchte Dir eine Geschichte erzählen. Nein, keine schöne Geschichte. Es ist die Geschichte einer Mörderin, musst Du wissen. Einer ziemlich kaltblütigen zudem. Also, wenn Du etwas Zeit mitgebracht hast, mach es Dir bequem und höre zu.